Ich finds geil. Ich liebe diese klirrende Kälte und hoffe sie bleibt uns noch eine Weile erhalten. Was gibt es schöneres, als bei strahlendem Sonnenschein die Luft auf der Haut kribbeln zu spüren? Und der Schnee! So schön… Das knackige Geräusch beim Laufen macht einfach gute Laune.

Und für Leute, die sich lieber in der warmen Stube einmummeln und auf den Sommer warten, habe ich noch eine Leseempfehlung. Eines meiner Lieblingsbücher. Es handelt von dem Jungen Chappie, der sich durch das Leben gaunert, zu Hause rausfliegt und bei Motorradgangs lebt. Irgendwann trifft er auf den illegal eingewanderten Jamaikaner I-Man, das Kiffen und seinen leiblichen Vater… Er durchlebt nicht nur mit I-Man eine Reise auf der Landkarte, sondern hauptsächlich eine Reise zu sich selbst. Und wird von der brutalen Realität eingeholt… Erinnert manchmal ein wenig an Huckleberry Finn und klingt vielleicht jetzt etwas abgedroschen, ist aber alles andere als das. Der Autor Russell Banks schafft es eine wirklich tiefgründige und sehr nachdenkliche sozialkritische Geschichte zu erzählen. Leider ist er in Deutschland nicht so bekannt, obwohl einer seiner Romane bereits für den Pulitzer-Preis nominiert wurde.

Achso ja, das Buch heißt ‘Gangsta Bone’ und ist von ‘Russell Banks’, erschienen bei Goldmann…

 

Der Unterschied

1. Dezember 2008

Es gab die Menschen, die lasen, und es gab die anderen. Ob einer ein Leser war oder ein Nichtleser – man merkte es schnell. Es gab zwischen den Menschen keinen größeren Unterschied als diesen. Die Leute staunten, wenn er das behauptete, und manche schüttelten den Kopf über so viel Verschrobenheit. Aber es war so. Gregorius wußte es. Er wußte es.

Neulich beim Lesen, bin ich über diesen Absatz gestolpert. Irgendwie hat der Mann Recht. So ein bisschen jedenfalls, oder? Übrigens, sehr tolles Buch. (Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon).