Mütter und so.
18. Februar 2009
Langsam bin ich zwar in einem Alter, indem auch die Mütter meiner Freunde in die Jahre kommen, aber meistens ist meine doch immer älter. Eigentlich ist das ja auch völlig unrelevant. Aber ich werde schon manchmal ein wenig schief angeschaut, wenn ich das Alter meiner Erziehungsberechtigten offenbare. Warum ist das so? Um das zu verstehen, sollte man vielleicht den Typus ‘Mutter’ mal etwas genauer betrachten. Nicht jede Mutter ist gleich Mutter!
Als erstes wäre da die hippe Großstadtmutter zu vermerken. Diesen Typus gibt es selbstverständlich auch auf dem Lande, aber dass Kleinhintertupfingen nicht London ist, wird schlicht ignoriert. Sie ist eigentlich nicht deine Mutter, sondern deine beste Freundin. Oder Schwester. Oder wäre es jedenfalls gerne. Sie verliebt sich in deine Freunde und findet sowieso alles supercool was du tust. Zu so einer Persönlichkeit darf man selbstverständlich nicht Muddi, oder Muddä sagen, sondern einfach nur den Vornamen. Vielleicht gerade noch Mom.
Als zweites gibt es den Typ High-Society-Mutter. Sie ist immer perfekt nach dem französischen Chic gekleidet, ein wenig oberflächlich, dafür lässt sie viel durchgehen. Nach außen hin gibt sie die perfekte Mutter. Nach innen hin… Botox betäubt viel. So eine Mutter zu haben ist nicht einfach. Denn die Wohnfläche ist perfekt nach den Geschmäckern des aktuellen Innenarchitekten designt und der japanische Teppich reagiert empfindlich auf schmutzige Sprösslinge. So auch die Mutter. Die perfekte Anrede für eine Society-Mutter ist schlicht und einfach ‘Mutter’. Ach Mutter, könntest du mir bitte einmal die Souciere reichen?
Die dritte Art ist die Glucke. Überwachungsstaat. Die Kinder einer Glucke neigen häufig zu Fettleibigkeit. Die Kleidung darf nie zu dünn sein. Selbstgestrickte Pullover sind selbstverständlich. Widerreden und stylische Akzente gibt es nicht. Entweder werden diese Kinder zu ewigen Jungfrauen erzogen, oder sie beginnen mit 14 Jahren ernsthaft über Drogenkonsum nachzudenken.
Und die letzte große Klasse bilden wohl die Vernunftmütter. Die Erziehung wird nicht dem Zufall überlassen. Die Kinder leben stets in Einklang mit der Natur. Bio. Diese Mütter werden auch mit dem Vornamen angesprochen, allerdings nicht aus Coolness, sondern weil sie mal im Erziehungsratgeber gelesen haben, das wäre besser für die Intelligenz des Kindes.
Die restlichen Typen und meine Mutter möchte ich jetzt nicht genauer definieren. Wahrscheinlich mischen sie sich irgendwo zwischen diese 4 Haupttypen. Wie bei einem Mischlingshund ist das wahrscheinlich die solideste Art. Langlebig und fidel. So. Und wer mich jetzt wegen meiner Mutter schief ankuckt, sollte sich erst mal selbst Gedanken über das eigene Mutterwunder machen. Ich bin mir sicher, es wird keiner mehr mit Steinen werfen.
Peace.
The Whitest Boy Alive
18. Februar 2009
Eine Berliner Band namens ‘The Whitest Boy Alive’ gibt sich die Ehre, am 12.04.2009 in Frankfurt, im Mousonturm aufzutreten. Einfach großartig. (Und nicht nur wegen Erlend Øye).
Ein wunderschönes Video habe ich auch gefunden. Die Film-Sequenzen stammen aus ‘Happy Together’ von ‘Wong Kar-Wai’ und das Lied ‘Island’ ist aus dem neuen Album ‘Rules’, welches am 27.2. erscheinen wird.
AGB Änderung bei Facebook !
17. Februar 2009
Nun hat sich auch die Web 2.0 Plattform Facebook einen Datenschutz- und PR-Super-GAU geleistet. Nahezu heimlich wurden die Nutzungsbedingungen verändert. Für die Nutzer bedeutet das, alle Daten bleiben auch nach der Deaktivierung des Accounts für immer gespeichert und können von Facebook weiter verarbeitet werden.
You acknowledge and agree that any questions, comments, suggestions, ideas, feedback or other information that you provide to Facebook (“Submissions”), are non-confidential and non-proprietary. Facebook will be entitled to the unrestricted use of any such Submission for any purpose, commercial or otherwise, without acknowledgment or compensation to you.
Dieser Punkt der Nutzungsbedingungen regt zum Nachdenken an. Facebook unterliegt nicht dem Deutschen Recht, da der Firmensitz in den US liegt. (Facebook Nutzungsbedingungen)
So, was nun? Es besteht nur die Möglichkeit das Konto zu deaktivieren, eine Löschung ist nicht möglich. Eventuell würde eine ständige Änderung der eigenen Daten in Fake-Daten über einen längeren Zeitraum dazu führen, dass die Historie zu lang wird und nur noch die aktuelleren (Fake)-Daten gespeichert werden.
Twilight
15. Februar 2009
Für alle, die den Film besser als die Bücher fanden. Hier nochmal ein Highlight:
Sorry Mädels.
sth about another life
12. Februar 2009
Es war ein Prozess der kontinuierlichen Selbstzerstörung. Ein Kamikaze Akt. Warum, konnte sie nicht sagen. Sie hatte nie gelernt, Gefühle zu beschreiben, gar zu verstehen. Es war wie eine Droge. Sie fühlte noch das Gift in ihrem Körper. Der Rausch verging dieses mal schnell. Ein kurzer Anflug von Leidenschaft. Ein kleiner Kick. Es fehlte ihr so sehr. Sie war hübsch. Sie war intelligent. Und eine gute Schauspielerin, Lügnerin. Besonders, wenn es um die Ehrlichkeit zu ihr selbst ging. Ein leiser Versuch leere Hüllen mit Gefühlen zu füllen.
Und du hast mitgemacht. Nahmst die gleichen Drogen. Dein Selbstwertgefühl war nur schon weiter zerstört, dein Egoismus besser trainiert. In wenigen Momenten blicktet ihr euch heimlich in die Augen und wünschtet euch etwas. Es waren die gleichen, stillen Wünsche. Der Wunsch nach Worten, die niemals über eure Lippen kommen würden. Denn diese Worte waren zu mächtig. Es ging euch um Liebe. Das mächtigste Wort überhaupt. Nicht die Liebe zwischen euch. Ihr habt euch nie geliebt. Ihr hattet nur das gleiche Leid. Liebe nicht geben zu können. Liebe nicht empfangen zu dürfen. Ihr wart euer beider Ersatz. Und habt angefangen, eine gemeinsame Droge zu nehmen.
Quelle: Picspack-Fotograph theendofthestreet
Falschmeldungen im Internet
3. Februar 2009
In den letzten Tagen bekomme ich gehäuft bei diversen Web 2.0 Portalen eine Kettenmail, mit dem Aufruf zur Suche eines Knochenmarkspenders. Erschreckend ist, dass ich diese Mail von regional völlig unabhängigen Kontakten bekomme. Daher kann man sich in etwa ausrechnen, wie schnell und epidemiehaft die Verbreitung stattfindet.
AB-Rhesus negativ!!!
wenn ihr nicht helfen könnt, Bitte weitersenden!!
Wer hat diese Blutgruppe?
Wegen Leukämieerkrankung dringend gesucht.
Selber wäre man auch froh wenn’s weitergeleitet werden würde…..
Bitte leitet diese Mail NICHT weiter! Dies ist ein Hoax, eine Falschmeldung. Solche Meldungen geistern schon seit Jahren durch das Internet und der angebliche Betroffene ist das Opfer, da seine Adresse offenbart wird. Davon abgesehen ist für eine Spende keine Übereinstimmung der Spender- und Empfängerblutgruppe notwendig, sondern die Übereinstimmung der Gewebemerkmale.
Siehe dazu auch: Bettelmails sind meist nur ein großer Schwindel und Hoax Info Service der TU Berlin
Weniger schlimm für den Betroffenen, aber genauso nervig sind Mails mit dem Hinweis, man soll keinen Kontakt namens Rebbi im Studivz annehmen, wäre ein Virus. Das ist völliger Quatsch, Kontakte können aus technischen Gründen keine Viren sein.
Wer wirklich leukämieerkrankten Menschen helfen möchte, hier noch eine nützliche Adresse: Deutsche Knochenmarkspenderkartei
Es besteht ab sofort die Möglichkeit, die Typisierung zu Hause, per Wangenabstrich, durchzuführen. Damit entfällt der Gang zum Arzt.
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Ergänzung: Jetzt wurde es auch offiziell im Studivz bekannt gegeben!
Follow The Leader
1. Februar 2009
Ich habe mich schon immer gefragt, warum die Architekten des 19. Jahrhunderts so prunkvolle Balkone an die Altbauten in meiner Umgebung gehängt haben. Bestimmt, weil man die Balkone so wunderbar als Kanzel benutzen kann. Ich stelle mir manchmal vor, wie Geister aus vergangenen Zeiten auf den Balkonen stehen und ihre erlebten Geschichten verkünden. Es gäbe sicherlich einiges zu erzählen. Von Begegnungen, Abschieden, Pferdekutschen, parkplatzsuchenden Menschen und scheißenden Hunden. Mein Balkon wäre allerdings bestens geeignet, um diese Zeilen zu predigen:
…also ich wollte sagen, das etwa zu dieser Zeit die Verwirrung durch die ähm, und die Verwirrung wird alljene verwirren, die nicht wissen ämnä und niemand wird wirklich genau wissen, wo diese kleinen Dinge zu finden sind, die verknüpft sind mit einer Art von Handarbeitszeug, das durch die Verknüpfung verknüpft ist. Und zu der Zeit soll ein Freund seines Freundes Hammer verlieren. hh. Und die Jungen sollen nicht wissen, wo die Dinge, die jene Väter erst um acht Uhr am vorhergehenden Abend dorthin gelegt hatten, kurz vor Glockenschlag. Dies steht geschrieben im Buch von Sel.
Na, wer hat das gesagt?
